Der Innovationsbegriff ist ein häufig strapazierter, den viele Unternehmen für sich beanspruchen. Trotzdem ist festzustellen, dass sich viele dieser Unternehmen lediglich auf Verbesserungen und nicht auf Veränderungen konzentrieren.
Prof. Dr. Tom Sommerlatte – Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher – vergleicht die Innovation als solche mit einer Zwiebel und drückt mit diesem Symbol deren Vielschichtigkeit aus. Es gilt, die Bedeutung jeder einzelnen Schale zu kennen und bis in das Innerste der Zwiebel vorzudringen – auch wenn dann schon die Augen zu tränen beginnen. Doch viele Unternehmen bleiben bei den äußersten beiden Schalen hängen, bei denen es lediglich um das Erkennen und Einführen von neuen Kombinationen bereits bestehender Ressourcen und Fähigkeiten geht. Es wäre aber gerade aufgrund unserer aktuellen und dringlich zu lösenden Frage- und Problemstellungen äußerst hilfreich, die dritte und vierte Schale genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei handelt es sich um jene Bereiche, die sich mit den unterschiedlichsten Arten von Innovationen bzw. mit einer differenzierten Innovationsstrategie beschäftigen. Denn evolutionär entstandene Innovationen bedürfen eines anderen strategischen Managements als bahnbrechend neue (disruptive) Innovationen.
Zukunftsfähigkeit fordert heute vielmehr ein Arbeiten am System als nur ein Arbeiten im System. Dabei muss der Begriff „System“ viel umfassender, vernetzter und globaler betrachtet werden als bisher. Der IMP Strategy Day 2011 widmete sich Fragen wie diesen:
- Welche innovativen Ansätze braucht die Gesellschaft von morgen?
- Warum sind Shared Value und ressourcenschonendes Wirtschaften eine Antwort darauf?
- Und warum erweisen sich viele Innovationen im Nachhinein als „Dilemma“?
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