G. Hamel und C.K. Prahalad, zwei der führenden Managementdenker, beklagen bereits Mitte der 90er Jahre, dass Führungskräfte nur 3% ihrer zur Verfügung stehenden Zeit in das Thema Zukunft investieren. Seit damals hat sich bei vielen Führungskräften der Stellenwert von Zukunft nicht wirklich verändert. C.K. Prahalad schreibt in seinem Aufsatz in der Harvard Business Review 2007:
„Nach wie vor verdrängt das Eilige das Wesentliche. Die Zukunft bleibt im Dunkeln. Statt vorzudenken und fundierte Vorstellungen über die Zukunft zu entwerfen, wird die Fähigkeit zu reagieren zum einzigen Maßstab von Führungskunst.“
Jene Unternehmen, die auf dem Weg in die Zukunft in die Rolle des Zuschauers schlüpfen, werden erleben, wie ihre Geschäftslogiken, Produkte, Werteketten und Innovationsbemühungen mit der Zeit immer weniger zur Wirklichkeit passen. Die Dynamik der gesellschaftlichen Veränderung, macht einen Wandel im strategischen Denken vieler Unternehmen unumgänglich. Die Kunst liegt aber nicht darin, die treibenden Kräfte der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderung zu kennen, sondern sie im Kontext des eigenen Unternehmens zu deuten und daraus neue Geschäftslogiken abzuleiten. Wer die treibenden Kräfte der Entwicklung ignoriert, verspielt seine Zukunft. Wer sie annimmt, hat die Chance sich laufend weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu bleiben. |